Bei den Jugendlichen, die am Sonntag beim Euregiocross waren, war das Teilnehmerfeld mit bis zu 59 Läufern je nach Altersklasse recht groß. Vor allem bei den Jüngsten unter ihnen wurden die Teilnehmer lautstark von ihren Eltern und Begleitern unterstützt.
Mit Zoé Ahn bei den Minimes und Tom Reuter bei den Scolaires gab es sogar zwei ostbelgische Sieger. Ahn, die nicht so hoch gewachsen ist, hat deswegen eigentlich bei den schnellen Starts Probleme, sich vorne einzuordnen. Dieses Mal machte sie aber von Beginn an deutlich, dass sie gewinnen wollte. Mit Ines Moukrim hatte sie aber eine starke Konkurrentin. Zum Schluss gelang es Ahn aber, ihre Verfolgerin abzuschütteln. Erschöpft, aber sichtlich zufrieden erreichte Ahn in 6:34 Minuten das Ziel mit sechs Sekunden Vorsprung. Ahn: „Ich konnte sie erst in der Steigung kurz vor dem Ziel definitiv abschütteln.“ Bei den bisherigen Crossläufen landete die junge Läuferin bisher jeweils um den fünften Platz. „Kelmis ist einfach mein Lieblingscross, und die Strecke liegt mir sehr gut.“ Mit ihrem Sieg eroberte sie die Führung im Lütticher Crosschallenge. Ihre Vereinskollegin Lynn Hübinger sorgte ebenfalls für ein gutes Ergebnis. Über 1.000 Meter bei den Pupilles erreichte sie in 4:55 Minuten nach einem spannenden Schlussspurt den zweiten Platz mit zwei Sekunden Vorsprung auf Alicia Visconti aus Herve. Lediglich Désirée Bouvencourt aus Hannut war in 4:33 Minuten außer Reichweite. Nach Malmedy war es für sie der zweite Podiumsplatz in diesem Winter. Damit bestätigte sie ihre gute Form.
Bei den Jungen sollten zwei Läufer des AC Eifel für die besten Ergebnisse sorgen. Bei den Scolaires über vier Kilometer konnte Tom Reuter (Jahrgang 1999) in 14:39 Minuten den Sieg davontragen. Er hatte im Ziel einen knappen Vorsprung von drei Sekunden auf Julien Henrard. „Ich bin von Anfang an vorne gelaufen. Der Zweite blieb aber sehr lange an mir dran. Erst im letzten Berg merkte ich, dass ich ihn abgeschüttelt hatte.“ Reuter bestreitet seine erste Crosssaison und freut sich über seinen Sieg. „Mein bestes Ergebnis war bisher ein sechster Platz. Eine gute Platzierung hier zu erreichen, war auf jeden Fall mein Ziel. Aber mit einem Sieg hatte ich nicht gerechnet.“ Der Eifeler fühlt sich am wohlsten auf Strecken von mehr oder weniger fünf Kilometern. „Der Osterlauf ist das erste große Ziel fürs Frühjahr.“ Der in 2002 geborene Niclas Holper war unterdessen vorne bei den Minimes dabei. Hinter Thomas Jennen aus Seraing (7:00 Minuten) und Adrien Cabo (Hautes Fagnes - 7:01 Minuten) konnte er sich in 7:04 Minuten nach einem spannenden Schlussspurt den dritten Platz sichern. Der Viertplatzierte Mathis Espagnet aus Huy lief nur eine Sekunde hinter ihm ins Ziel. „Ich habe wirklich alles gegeben und freue mich sehr über meinen dritten Platz. Mit einer schwierigen Strecke wie dieser komme ich gut zurecht. Jetzt bin ich schon gespannt auf den nächsten Crosslauf.“
Vollständiger Bericht auf der Grenz Echo Webseite
Autor: Martin Brodel