„EM in Schweden wäre Höhepunkt“

Die junge ostbelgische Sprinterin Marie Fickers erzielte in diesem Jahr bedeutende Fortschritte. Die Läuferin aus Nidrum erreichte gute Platzierungen in der Meisterschaft, lief neue persönliche Bestzeiten und wurde sogar in die Staffelnationalmannschaft der Juniorinnen berufen. Ein Gespräch über Erfolge und selbst gesteckte Ziele.

Am vergangenen Wochenende wurde die Läuferin des LAC Eupen für ihren Sieg bei den Scolaires bei der disziplinübergreifenden Gesamtwertung der „Pro Athlé Tour“ des wallonischen Leichtathletikverbandes geehrt. Im nachfolgenden Interview spricht die Sportlerin aus Nidrum über die vergangene Saison sowie ihre Ziele für den Winter und den kommenden Sommer.

Glückwunsch zu Ihrem Sieg bei der „Pro Athlé Tour Jeunes“. Hatten Sie mit diesem Sieg im Vorfeld gerechnet?

Ehrlich gesagt wusste ich gar nichts von dem Challenge. So war ich sehr überrascht, als ich vor ein paar Wochen die Einladung zur Ehrung bekam und in meiner Kategorie an erster Stelle geführt wurde. Man muss wissen, dass der französischsprachige Leichtathletikverband mit Unterstützung der ADEPS diese Wertung erst zum zweiten Mal organisierte. Berücksichtigt werden alle Athleten, die an mindestens drei der wichtigsten Wettkämpfe in der Wallonie teilgenommen haben. So habe ich den ersten Platz bei den Scolaires-Mädchen erzielen können, ohne dass wir die Wettkämpfe speziell darauf ausgerichtet hatten.Marie Fickers (links) posiert mit der bekannten Hürdenläuferin Anne Zagré (Gewinnerin der „Pro Athlé Tour“) und Laura Leprince.  Foto: privat

Sie konnten in diesem Jahr einige Bestzeiten und Erfolge erzielen. Worüber haben Sie sich am meisten gefreut?

Der 400-Meter-Lauf in Nivelles war eigentlich mein Saisonhöhepunkt, da ich durch die erzielte Zeit (56“47, A.d.R) die Minima für die Kader-Zugehörigkeit unterboten habe. Daneben waren die Erfolge bei den Walloniemeisterschaften in der Halle (Walloniemeisterin über 200 Meter bei den Scolaires und zweiter Platz über 400 Meter aller Altersklassen, A.d.R.) und mein Lauf über 300 Meter in Oordegem, mit der drittbesten Zeit in Belgien in meiner Kategorie, weitere Höhepunkte. Da mein Trainer André Michel ebenfalls Trainer der 4x100-Meter-Staffel der Juniorinnen ist, hatte ich zudem die Gelegenheit, mehrere Läufe mit der Nationalmannschaft zu absolvieren. Diese Erfahrung war sicherlich ebenfalls eines der Highlights der Saison. Leider habe ich danach durch eine Verletzung nicht an der Belgischen Meisterschaft sowie beim Vorprogramm des Memorial Van Damme teilnehmen können.

Fickers: „Im Nationalteam zu sein, war eines der Highlights meiner Saison.“

Wie läuft Ihr derzeitiges Wintertraining? Haben Sie auch öfters die Gelegenheit, in der Halle zu trainieren?

Von September bis Dezember ist immer Grundlagentraining angesagt. Leider ist die Infrastruktur, die uns zur Verfügung steht, nicht optimal. Wir haben nur für das Krafttraining eine Halle zur Verfügung und leisten das restliche Training auf der Bahn. So sind wir sehr wetterabhängig. Da keine echte Beleuchtung vorhanden ist, trainieren wir zum Teil im Dunkeln. Deshalb sind wir auch froh, zwischen Weihnachten und Neujahr ein Trainingslager in Vittel bestreiten zu können, bei dem wir optimale Bedingungen vorfinden, um so die Hallenwettkämpfe vorbereiten zu können.

Vollständiger Bericht auf der Grenz Echo Webseite

Autor: Martin Brodel